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Wald und Wiese zu Neujahr

Pause

Nachdem ich 2016 leider nicht am Blog arbeiten konnte, nun erst einmal ein Pausenbild. Beruf und politisches Amt zugleich lassen doch wenig Zeit, Texte zu verfassen, die ich auch als gelungen betrachte und nicht nur schnell hin geschrieben sind. Abwarten, wie sich 2017 gestaltet – notwendig wäre weiteres Arbeiten hier, wenn ich mir die gesellschaftlichen Entwicklungen anschaue… Doch auch ein Winter geht vorbei.

Offene Antwort auf den offenen Brief des Demokratischen Jugendringes vom 20.05.2013 zur Podiumsdiskussion über den Jugendförderplan

Jena, den 22.05.2015   Sehr geehrte Vorstandsmitglieder des Demokratischen Jugendringes, Ihr offener Brief bedarf einer öffentlichen Antwort. Ich schicke voraus: Da Ihr Brief auch an mich persönlich gerichtet war, werde ich auch persönlich antworten. Damit ist nicht jedes Detail vorher mit meiner Fraktion abgesprochen worden, sondern gibt meine eigene Meinung wieder. 1. Ich möchte zunächst mit einigen nüchternen Zahlen beginnen: – 2012, einem Jahr, in dem die jetzige Koalition auch schon in der Verantwortung stand, betrugen die Ausgaben für den Jugendförderplan 2,522 Mio. € (Rechnungsergebnis, d.H. tatsächlich geflossenes Geld). – Im Jahr 2013 stiegen die Ausgaben auf 2,805 Mio. € (Rechnungsergebnis). – 2014 wurde derselbe Betrag ausgegeben, konkret 2,803 Mio. € (wieder Rechnungsergebnis) Für das laufende Jahr 2015 steht im Haushaltsplan ein wiederum etwas höherer Betrag bereit: 2,862 Mio. €. – Für das kommende Jahr 2016 wurde im letzten Dezember mit Beschluss des Doppelhaushalts 2015/16 nach langen, schweren, aber leider notwendigen Haushaltsverhandlungen (dazu komme ich später nochmal) der Betrag für den Jugendförderplan auf 2,650 Mio. € reduziert. In der Folgezeit hat sich gezeigt, dass dies …

Abschied

Die Brille liegt noch auf dem kleinen Tisch neben seinem Sessel, dabei zwei Bücher, einige Prospekte und Zeitschriften. Eine Schere, sein letztes Arbeitsgerät, ist zu sehen. Ich nehme seine letzten Bücher in die Hand, ein Buch mit Texten über das Sterben und ein Taschenbuch mit Aufsätzen von Jürgen Habermas – kleine Essays zu Aktualität von Denkern des 20.Jahrhunderts, Theodor Adorno, Hannah Arendt, Walter Benjamin, Gershom Scholem und ja, Ernst Bloch… 1954 beginnt in Leipzig mein Vater als ein junger Mann Medizin zu studieren. Über seine Zeit davor höre ich kaum etwas von ihm selbst. Meine Mutter erzählt mir von seinen Erlebnissen in der Dresdner Bombennacht im Februar 45, von seiner geliebten Großmutter in Ulm, wohin sie fliehen, im Kontrast dazu von der erfahrenen Lieblosigkeit in seinem Elternhaus in Dresden. Von dem Hunger der Nachkriegswinter, in denen man mangels anderem mit Rizinusöl briet, und der die bürgerliche Fassade der Arztfamilie bricht. In Leipzig angekommen, wird er sich eine Eintrittskarte für ein Konzert von Louis Armstrong vom Mund absparen und wochenlang deswegen nur Senfbrote verzehren.

Der Blog ist online

Willkommen liebe Leserinnen und Leser! Nachdem ich mich nun längere Zeit mit den Gedanken, diesen Blog zu eröffnen, getragen habe, ist es nun soweit. Ab heute ist er öffentlich erreichbar. Ich werde auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu den Bereichen Politik und Kultur veröffentlichen, meist etwas abseits meines Tagesgeschäfts als bündnisgrüner Kommunalpolitiker in Jena. Es soll Gelegenheit sein, dem einen oder anderen Gedanken etwas mehr nachzuhängen, Positionen etwas gründlicher darzustellen, aber auch weniger Bekanntes und trotzdem Anregendes mitzuteilen. Die Themen werden querbeet, manchmal auch alltäglich sein, der Stil mal ernst, mal ironisch, mal sarkastisch.