Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rezept

Grüne Soße

Das Geheimnis einer guten grünen Soße liegt in den Sardellenfilets, zumindest bei der italienischen Variante. Erst dadurch bekommt sie jene pikante, würzige Note, ohne nach Fisch selbst zu schmecken. Mit in Lake eingelegten Sardellenfilets zu würzen, geht wohl auf die Römer zurück. Von ihnen ist ein liquamen genanntes Gebräu überliefert, das entstand, indem man Fisch inklusive der Eingeweide mit einer Salzlauge vermischte und dieses Gemisch dann mehrere Monate in der Sonne „reifen“ ließ. Der Sud war ein Standardgewürz zu damaligen Zeit. Die Grundzutaten der Soße sind möglichst viel glatte Petersilie, gutes Olivenöl und frisches Eigelb, das selbige wahlweise gekocht oder roh (das rohe Eigelb macht die Konsistenz der Soße feiner, aber sie dann auch leichter verderblich). Weitere Zugaben sind Kapern, Knoblauch, besagte Sardellenfilets (in Salz eingelegt, dadurch muss man kaum nachwürzen) und ein kleiner Schuss Essig. Die einzelnen Mengenangaben erspare ich mir. Hier kann jeder nach seinem Gusto verfahren – mehr Ei macht die Soße weicher und leichter, Knoblauch ist sowieso Geschmackssache und die Menge an Kapern und Sardellen lässt das Gaumenerlebnis intensiver werden oder …